Pflege von Kakteen: 10 Expertentipps für die Pflege deines Kaktus

Ganz gleich, ob du erst seit kurzem Pflanzen liebst, weil du von zu Hause aus arbeitest, oder ob du dich schon seit Jahren um Zimmerpflanzen kümmerst – wir alle suchen derzeit nach Möglichkeiten, unsere Räume ein wenig aufzupeppen und schöner zu gestalten. Aber vielleicht übersiehst du dabei eine Pflanzenart, die besonders pflegeleicht ist: Kakteen.

1. Kakteen gießen

Kakteen pflegen

Am besten gießt du die Mini-Pflänzchen auf einmal reichlich. In ihrer natürlichen Umgebung werden sie bei heftigen Regengüssen ebenfalls oft mit Wasser versorgt. Achte danach jedoch darauf, dass kein Wasser im Topf stehen bleibt, denn das schadet den Wurzeln. Lass die Erde anschließend vollständig austrocknen, bevor du wieder gießt. Das ist im Sommer etwa einmal im Monat und im Winter einmal alle zwei Monate der Fall. Genau wie bei allen anderen Pflanzen gilt auch für Kakteen und Sukkulenten, dass Regenwasser dem Leitungswasser vorzuziehen ist. Leitungswasser enthält zu viel Kalk, was der Gesundheit der Pflanze nicht zuträglich ist. Achten Sie außerdem immer darauf, dass das Wasser Raumtemperatur hat. In den Sommermonaten benötigt die Pflanze mehr Wasser als während der Winterruhe. Beachten Sie jedoch, dass die Pflanze schneller austrocknen kann, wenn sie in der Nähe der Heizung steht.

2. Standort

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Obwohl diese Pflanzen hinsichtlich ihres Standorts nicht besonders anspruchsvoll sind, gedeihen sie am besten an einem hellen Standort, wie zum Beispiel auf der Fensterbank. Auch ihr natürlicher Lebensraum zeichnet sich oft durch viele Sonnenstunden pro Tag aus. Wenn die Pflanzen zu dunkel stehen, merkt man das daran, dass sich ihr Wuchs verformt. Ein Kaktus bleibt dann nicht schön rund, sondern wird eher dünn und langgestreckt oder spitz. Die Pflanze sucht dann nach Licht. Achten Sie in den Sommermonaten jedoch darauf, dass der Kaktus keinen Sonnenbrand bekommt. Auf der Fensterbank hinter einem Fenster kann es bei starker Sonneneinstrahlung so heiß werden, dass es selbst für kleine Kakteen zu viel wird. Stellen Sie sie dann vorübergehend an einen anderen (aber dennoch hellen) Standort.

3. Düngung

Auch Kakteen profitieren von gelegentlich etwas zusätzlicher Düngung. Hierfür wurde ein spezieller Dünger entwickelt, der ganz auf Kakteen und Sukkulenten abgestimmt ist. Gelegentlich eine Kapsel Dünger ins Wasser zu geben, wirkt bei diesen Pflanzen Wunder!

4. Kakteen umtopfen

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Kakteen wachsen zwar nicht besonders schnell, aber frische Erde tut diesen Pflanzen gut. Ein Kaktus muss nur einmal alle vier Jahre umgetopft werden. Verwende hierfür immer Erde, die speziell für Kakteen und Sukkulenten entwickelt wurde, und wähle einen Topf, der etwas größer ist als der derzeitige.

Das Umtopfen eines Kaktus kann aufgrund der Stacheln an der Pflanze eine knifflige Angelegenheit sein. Schütze deine Hände immer, indem du Handschuhe trägst oder den Kaktus mit Hilfe eines Geschirrtuchs aus dem Topf hebst. Fülle den neuen Topf mit Kaktuserde und setze den Kaktus mit Hilfe des Geschirrtuchs vorsichtig wieder hinein. Wenn die Pflanze gerade umgetopft wurde, ist zusätzliche Düngung vorerst nicht erforderlich. In den ersten Wochen bezieht die Pflanze ihre Nährstoffe aus der neuen Erde.

5. Zu wenig Wasser

Kakteen pflegen

Es kann vorkommen, dass sich die Pflanze trotz aller Pflegetipps nicht so gut entwickelt. In diesem Fall empfiehlt es sich, einige Dinge zu überprüfen oder anders zu machen. Wenn Teile der Pflanze schlaff oder welk aussehen oder wenn die Pflanze zu schrumpfen scheint, kann es sein, dass sie zu wenig Wasser bekommen hat oder dass sie an einem zu dunklen Standort steht. Gießen Sie die Pflanze oder stellen Sie sie an einen anderen Standort.

6. Zu viel Wasser

Pflege von Sukkulenten

Ein Kaktus kann auch zu viel Wasser bekommen haben, was zu Schimmel und Fäulnis führen kann. Am besten nimmst du die Pflanze vorsichtig aus der Erde und setzt sie in neue Erde, die speziell für Kakteen und Sukkulenten geeignet ist. Wichtig ist, dass überschüssiges Wasser immer aus dem Topf abfließen kann, indem du die Pflanze in einen Topf mit Löchern am Boden setzt. Wenn du die Pflanze in einen geschlossenen Topf setzt, kann das überschüssige Wasser nicht abfließen, wodurch Wurzelfäule unvermeidlich ist. Sollte dein Kaktus bereits Fäulnis aufweisen, kannst du ihn retten, indem du den gesunden Teil abstecken. Wie das funktioniert, erfährst du in Tipp Nummer 10: Wie steckst du einen Kaktus ab?

7. Zu dunkler Standort

Wenn sich das Wachstum der Pflanze verändert, beispielsweise wenn die Spitze oder die Stängel dünner werden, steht sie an einem zu dunklen Standort. Stellen Sie die Pflanze an einen helleren Ort.

8. Gelbe Flecken auf einem Kaktus

Gelbe Flecken an einem Kaktus sind ein Zeichen dafür, dass er zu viel Sonnenlicht abbekommen hat. Dies kann im Sommer bei starker Sonneneinstrahlung hinter einem nach Süden ausgerichteten Fenster vorkommen. Stellen Sie ihn dann an einen schattigeren Ort oder an ein nach Osten ausgerichtetes Fenster.

9. Wann blüht ein Kaktus?

Wann blühen Kakteen?

Blühende Kakteen, wie zum Beispiel der Lidkaktus, benötigen eine etwas andere Pflege. Die Blüten eines blühenden Kaktus entstehen nach einer Ruhephase. In dieser Zeit (im Winter) benötigt die Pflanze kein Wasser. Stellen Sie die Pflanze an einen kühlen Ort (ca. 12 Grad) und lassen Sie sie in Ruhe. Stellen Sie die Pflanze im Frühjahr an einen warmen und sonnigen Standort und gießen Sie sie. Während der Blütezeit benötigt die Pflanze regelmäßig Wasser.

10. Wie vermehrt man einen Kaktus?

Da es sehr viele verschiedene Kakteenarten gibt, gibt es auch verschiedene Methoden, um Kaktusstecklinge zu gewinnen.
So steckst du Kakteen:
Kakteen steckst du immer mit einem sauberen Messer. Kakteen mit mehreren Ausläufern können gesteckt werden, indem man einen der Ausläufer abschneidet. Die Mutterpflanze bildet an der abgeschnittenen Stelle wieder neue Verzweigungen. Lass den Steckling etwa eine Woche lang liegen, bevor du ihn weiterverarbeitest. So hat die Schnittstelle Zeit zum Trocknen.
Stecken Sie den Steckling dann in neue Erde, die speziell für Kakteen und Sukkulenten entwickelt wurde. Stellen Sie den Topf nicht in direktes Sonnenlicht, sondern an einen hellen Ort. Gießen Sie die neue Pflanze erst, wenn der Steckling Wurzeln geschlagen hat.
Bei Kakteen, die aus mehreren kleinen Kugeln bestehen, können diese Kugeln einfach abgebrochen oder abgeschnitten werden. Lege die Kugeln mit der Schnittfläche auf die Erde, und von dort aus werden sie Wurzeln schlagen. Auch für diese Stecklinge gilt: erst gießen, wenn sich Wurzeln gebildet haben.

Häufig gestellte Fragen zu Kakteen

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Ein Problem bei Kakteen, das nichts mit Schädlingen zu tun hat, ist, dass der Kaktus weich wird. Dies kann auf einen Mangel an Sonne oder Wasser zurückzuführen sein. Um die feste Struktur der Pflanze wiederherzustellen, können Sie sie gießen.

Wenn sie nicht genug Licht bekommen, können sie das Wasser, das Sie ihnen geben, nicht verwerten. Ihr Kaktus wird anfangen zu faulen. Wenn Sie einen Finger in den Topf stecken und sich die Erde nicht mehr leicht feucht anfühlt, ist es wahrscheinlich Zeit, Ihren Dschungelkaktus zu gießen.

Für kleine Kakteen reicht ein Tropfen Wasser aus, große Kakteen benötigen jedoch etwas mehr Wasser. Wenn der Topf zu klein wird, sollten Sie den Kaktus umtopfen. Wählen Sie einen breiten, flachen Topf und füllen Sie ihn mit spezieller Kakteenerde. Junge Kakteen sollten am besten jedes Jahr umgetopft werden.

Lassen Sie den Boden im Sommer zwischen den Wassergaben austrocknen, um Wurzelfäule zu vermeiden. Mehr Wasser kann das Wachstum anregen, aber im Zweifelsfall sollten Sie mit dem Gießen warten. Die meisten Kakteenarten sterben im Wohnzimmer, weil sie zu viel Wasser bekommen haben; der Kaktus beginnt an den Wurzeln zu faulen.

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